Von der Kunst des Planespotting: 5 Tipps um Flugzeuge zu fotografieren

Airbus 320 Air Malta

Von der Kunst des Planespotting:
5 Tipps um Flugzeuge zu fotografieren

Ich konnte schon immer Stunden am Flughafen verbringen und den Flugzeuge beim Starten zusehen. Dann kommt direkt das Bedürfnis auf, auch in der Maschine zu sitzen und zu einem Ort zu reisen. Tom und ich teilen die Faszination von Flugzeugen. Er betreibt das Hobby “Planespotting” schon seit einigen Jahren und hat sich viel Fachwissen angeeignet. Ja, denn um richtige gute Fotos zu bekommen, muss man schon einige Dinge beachten. Planespotting, oder in diesem Fall Aviation Fotografie, ist ein ideales Hobby für Leute die Begeisterung für Flugzeuge und die Fotografie hegen. Wir möchten euch gerne auf den Geschmack bringen und haben für euch 5 Tipps um Flugzeuge zu fotografieren, gesammelt.

Tipp 1: Die Recherche

Das Ganze beginnt mit ein bisschen Recherche über Flugplan, Location und Insiderwissen. Am besten eignen sich hier die Blogs oder Foren von dem Flughafen, wo ihr fotografieren wollt. In den Blogs und Foren werden Allerlei Sachen ausgetauscht, auch wenn zum Beispiel ein seltener Flieger an euren Flughafen gewartet wird. Nützlich für die Suche nach der richtigen Spotterlocation an deinem Flughafen findest du bei Spotterguide. Die Seite ist auf Englisch verfügbar und hält jede Menge Spotterinformationen parat, wie zum Beispiel, ob du eine Leiter zum Fotografieren brauchst, welches Objektiv du benötigst, wo du dein Auto parken kannst oder wo die nächste Toilette ist.

Die Airlines fliegen nach Sommer- (April bis September) oder Winterflugplan (Oktober bis März). Die Flugzeuge starten allerdings nicht jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat gleich. Dazu kann es immer zu Unregelmäßigkeiten im Flugplan kommen. Daher schaut am besten noch am selben Tag, ob und wann euer gewünschtes Flugzeug startet oder landet. Nutzt dafür Flightradar, Flugbewegungen seht ihr hier in Live-Modus. Flightradar gibt es auch für einen kleinen Kostenaufwand als App. Oft könnt ihr euch vor Ort auch einfach mit anderen Spotter austauschen.

Boeing 747 KLM

Tipp 2: Equipment

Aus dem “Lass uns einmal kurz Planespotting gehen” kann ganz schnell ein kompletter Tagesausflug werden. Man wird in einen Bann gezogen und will jedes startende und landete Flugzeug ergattern. Daher nehmt euch reichlich zu Essen und zu Trinken mit. Gerade in der kalten Jahreszeit solltet ihr auch an warme Kleidung denken, denn sonst sind eure Finger und Füße am Ende eingefroren. Spotterlocations sind meist sehr abseits gelegen. Neben der Verpflegung und der Kleidung sind viele Spotter mit Leitern ausgerüstet. Die Leitern helfen um über den Sicherheitszaun des Flughafens zu fotografieren (Achtet darauf, nicht zu nah und zu lange an den Zaun zu bleiben, sonst weckt ihr den Anschein irgendetwas Schlechtes vorzuhaben). Doch das A und O jedes Spotters ist sein Kameraequipment! Vergewissert euch, dass ihr die richtigen Objekte mitnehmt und dass eure Kamera genügend Akku hat. Ihr werdet oft Spotter sehen, die mit riesigen Objektiven und Kameraausrüstung im Wert von mehreren Tausend Euro, unterwegs sind. Dennoch genügend auch oft eine kleine Kamera mit einem signifikanten optischen Zoom. Wenn ihr aber gerne in eine Spiegelreflexkamera und einige Objektive investieren wollt, dann stellt sicher, dass ihr auch lernt diese richtig einzustellen und zu benutzen. Nichts ist schlimmer als auf “Auto” zu fotografieren. 

Airbus 320 Easyjet

Tipp 3: Die Uhrzeit

Die Uhrzeit ist natürlich wichtig um eine gute Sonneneinstrahlung und perfektes Licht zu bekommen. Bei kompletter Dunkelheit oder auch bei Dämmerung werdet ihr kaum gute Ergebnisse erzielen. Ebenfalls solltet ihr auf den Sonnenstand achten. Bei intensivem Gegenlicht ist das zu fotografierende Flugzeug kaum zu erkennen. Das Sonnenlicht an einem sonnigen Wintertag ist weit besser für die Fotografie als harte, trübe Mittagssommersonne.

Sehr hilfreich um den den Sonnenstand herauszufinden ist die Seite SunCalc. Hier könnt ihr auch ein bestimmtes Datum und eine Uhrzeit auswählen. Dann wird euch der Sonnenstand für den gewählten Zeitpunkt und eurem Standort angezeigt. Für unterwegs sind ähnliche Dienste als App für Smartphones verfügbar.

Airbus 320 Air Malta

Tipp 4: Die Kameraeinstellung

Wie bereits erwähnt ist das Kameraequipment eines Spotters der Garant für gute Fotos. Für das Fotografieren von Flugzeugen eignen sich viele verschiedene Brennweiten an den Kameras. Hier eine kurze Erklärung zu den verschiedenen Brennweiten:

Weitwinkel ca. 16-70 mm: Wenn man Fotos machen möchte, bei denen einem die Flugzeuge direkt über den Kopf fliegen und trotzdem der Vordergrund mit der Landebahn im Bild erscheinen soll, ist ein Weitwinkelobjektiv die richtige Wahl. Diese Einstellung solltet ihr auch verwenden, wenn ihr Bilder vom Cockpit macht.

Telebrennweite ab ca. 100 mm: Die Telebrennweite ist die beste Wahl, um Bilder von Flugzeugen aus der Ferne aufzunehmen, und die meist beliebteste Wahl unter den Spottern. Eine Einstellung  zwischen 70-300mm ist ideal, je nachdem, wie fern ihr euch befindet.

Cessna 206 Caravan in Vancouver

Tipp 5: Das Nachbearbeiten

Seine fotografischen Glanzstücke möchte man am liebsten mit der ganzen Welt teilen. Für die Flugzeug-Fotografie gibt es verschiedene Plattformen auf denen ihr eure Schnappschüsse mit anderen teilen könnt. Dazu gehören beispielsweise Airliners.net und Jetphotos.com. Beide Webseiten haben unterschiedliche Anforderung für die Qualität eurer Bilder. Doch im Allgemeinen gilt: richtig Zuschneiden, Kontrast anpassen, Schärfen und Staub und Kratzer auf den Bildern entfernen. Gibt euren Bildern einen “professionellen” Look und ihr könnt sogar etwas Geld verdienen!

Für mehr Aviation Fotografie, besucht Tom’s Profil auf Airliners.net

Wir hoffen sehr, dass unsere Tipps euch gefallen haben und freuen uns auf eure Flugzeug Fotos!

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